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Bericht05. September 2026

DAAA: Der Verein hinter Wiens Anspruch als Krypto-Hub Europas

Wie ein 2018 gegründeter Verein Start-ups, internationale Börsen und Großbanken zusammenbringt – und warum Wien für KuCoin und Bybit ihre EU-Basis wurde.

Ein Verband als Bindeglied zwischen Start-ups und Großbanken

Die Digital Asset Association Austria (DAAA) wurde 2018 in Wien als gemeinnütziger Verein gegründet und versteht sich seither als neutrale Plattform für Bildungsarbeit, Vernetzung und Standardsetzung in der österreichischen Blockchain- und Digital-Assets-Community. Der Verein betont ausdrücklich, nicht zu lobbyieren, sondern Wissensvermittlung und Kooperation in den Vordergrund zu stellen.

Eine ungewöhnlich breite Mitgliederbasis

Was die DAAA von vielen vergleichbaren Branchenverbänden unterscheidet, ist die Mischung ihrer über 40 institutionellen Mitglieder: Neben genuin kryptonativen Unternehmen wie Bitpanda gehören auch die internationalen Handelsplätze Bybit und KuCoin sowie etablierte Bankengruppen wie die Erste Group und die Raiffeisen Bank International zum Verein. Auch das Linzer RegTech-Unternehmen Blockpit ist über sein Vorstandsmitglied Maximilian Gartner in der DAAA-Leitung vertreten – ein konkretes Beispiel dafür, wie sich österreichische Krypto-Unternehmen unterschiedlicher Größe und Ausrichtung in derselben Organisation wiederfinden.

Führung im Umbruch: neuer Vorstand mit klarem Ziel

Der wiedergewählte Obmann Paul Pöltner, zugleich Gründer von Simply Tokenized, Guiding Innovators und der GEM x AG, formulierte für den DAAA-Vorstand ein explizites Ziel: Wien als europäischen Krypto-Hub zu positionieren. Operativ verantwortet Geschäftsführer Walter Mösenbacher die Vereinsarbeit.

Wien als tatsächlicher Standort internationaler Anbieter

Dass diese Positionierung nicht nur Rhetorik ist, zeigt sich an der Standortwahl mehrerer internationaler Krypto-Plattformen: Sowohl die aus Hongkong stammende Börse KuCoin als auch die in Singapur gegründete Bybit haben ihre EU-Lizenzen und ihren Europasitz in Wien verankert – neben dem in Wien beheimateten Marktführer Bitpanda und der ebenfalls dort lizenzierten AMINA Bank. Diese Konzentration internationaler Anbieter unterscheidet Wien von anderen DACH-Standorten, an denen vor allem heimische Unternehmen präsent sind.

Einordnung

Die DAAA veranschaulicht, wie sich ein noch vergleichsweise junger Sektor organisatorisch strukturiert: nicht über eine einzelne dominante Firma, sondern über einen Verein, der bewusst heimische Start-ups, internationale Handelsplätze und traditionelle Bankengruppen an einen Tisch bringt. Für Beobachter:innen der österreichischen Krypto-Szene ist die DAAA damit ein guter Indikator dafür, welche Unternehmen sich aktuell als Teil des heimischen Ökosystems verstehen.

Erwähnte Personen & Organisationen

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